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Die Gruppe „Trommelfell“ am Beginn des Gottesdienstes. |
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Die „afrikanische Gestaltung“ vor dem Altar am Weltgebetstag der Frauen in Wendelstein. |
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Das Vorbereitungsteam weist auf die Problematik Aids in der „Regenbogennation Südafrika“ hin. |
Am ersten Freitag im März erlebten die anwesenden Frauen und einige wenige Männer aus den verschiedenen christlichen Gemeinden der Marktgemeinde einen ansprechend gestalteten Gottesdienst zum diesjährigen Weltgebetstag der Frauen. Die von Südafrikanerinnen vorbereitete Gottesdienstordnung spiegelte ein vielfältiges und spannungsreiches Bild des südafrikanischen Staates wider. In den Texten und Gebeten wurde den Mitfeiernden die Schönheit der Natur, die Freundlichkeit und Religiosität der „Regenbogennation Gottes“, die den Kampf gegen das rassistische System der Apartheid geführt und gewonnen hat vor Augen geführt. Aber auch die gegenwärtigen schier unlösbaren Probleme der Südafrikaner wie Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und HIV/Aids wurden in der Gottesdienstordnung berücksichtigt. Die Wendelsteiner Frauen verstanden es gut diese Problemfelder zu veranschaulichen.
Brigitte Gotthardt-Paulus vom Vorbereitungsteam begrüßte
die anwesenden Gläubigen im katholischen Gotteshaus, nachdem bereits zuvor
Helga Rufflar mit Lichtbildern über die geographischen Gegebenheiten informierte
und ebenso einen gesellschaftlichen und politischen Abriss Südafrikas aufzeigte.
Die Gruppe „Trommelfell“ aus Schwabach stimmte schwungvoll mit ihren
afrikanischen Rhythmen auf die gottesdienstliche Feier ein. In vier Sprachen,
die in Südafrika gesprochen werden, begrüßten sich die Wendelsteiner
Gottesdienstteilnehmer. Auch die Entzündung der Weltgebetstagskerze leitete
die Andacht mit ein.
Verschiedenfarbige Tücher, die die „Regenbogennation“ symbolisierten,
wurden in eine Gestaltung vor dem Altar abgelegt. Die besinnlichen Texte dazu
nahmen Bezug auf die Lebensumstände der südafrikanischen Bevölkerung.
Ebenso zeichenhaft waren die Bußbesinnung und die Gedanken zur Problematik
Aids gestaltet.
Im Dankgebet wurde den Zuhörern auch das aktuelle Mottobild des Weltgebetstags
vorgestellt. So deckten die Frauen während des Betens einzelne Elemente
des farbenfrohen Wandteppichs der südafrikanischen Künstlerin Selinah
Makwana auf. Am Ende zeigte sich dann das gesamte Bild. Eindrucksvoll beinhaltet
das Kunstwerk vielfältig und vieldeutig die Zeichen der Zeit. Im paradiesischen
Miteinander von Pflanzen, Tieren und Menschen gibt es auch Herausforderungen:
Die Krankheit Aids, wirtschaftliche Ungerechtigkeit und Probleme im menschlichen
Miteinander. Dem gläubigen Betrachter des Bildes sollte verdeutlich werden,
dass mit Gottes Beistand Menschen auf der ganzen Welt bestärkt werden,
sich für Gemeinschaft, Gerechtígkeit und Bewahrung der Schöpfung
einzusetzen.
Zur Kollekte, mit der verschiedene Frauenprojekte unterstützt
werden, wurden rote Aidsschleifen verteilt. Auch das Segensgebet war von einer
zeichenhaften Handlung gekennzeichnet. Als symbolischer Ausdruck zeichneten
sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig mit Salböl ein Kreuz
auf die Hand.
Zum anschließenden Treffen im Vereinshaus bei südafrikanischen Spezialitäten
wurde im Anschluss an den Gottesdienst vom Vorbereitungsteam eingeladen. Die
Frauenmusikgruppe aus Großschwarzenlohe, die die gesamte Andacht musikalisch
schwungvoll begleitete, geleitete die Teilnehmerinnen in „afrikanischer
Manier“ mit Gesang und Tanz in den Pfarrsaal.