Männer besinnen sich


Wendelstein. Zur Kirche St. Elisabeth in Eckersmühlen führte die diesjährige Wendelsteiner Männerwallfahrt. Der Ehrenvorsitzende der KAB (Katholische Arbeitnehmer- Bewegung) Bernhard Rotter bereitete auch in diesem Jahr den „Männerpilgerweg“ vor.

Die Teilnehmer an der diesjährigen Männerfußwallfahrt von St. Nikolaus während eines Gruppenfotos auf ihrem Weg nach Eckersmühlen.

Die Teilnehmer der Männerfußwallfahrt unterbrachen ihren Weg für kurze Stationen, um meditative Gedanken zu hören, um zu beten und zu singen. Augenblicke der Besinnung:

Nach der letztjährigen Jubiläumswallfahrt fand dies „Männerwallfahrt“ nun zum 26. Mal in Folge statt. Die Fußwallfahrt wird jedes Jahr um den 17. Juni durchgeführt, weil sie bis Anfang der 90iger Jahre immer am Tag der Deutschen Einheit ihren Platz hatte.
In einer Zeit, in der andere Gruppierungen und Vereine Veranstaltungen streichen, ist es sicherlich bemerkenswert, dass die Wallfahrt einen beachtlichen Anklang bei Männern findet und sich nun über ein Vierteljahrhundert hält.
35 Männer begaben sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg. Mit dabei waren auch Gäste aus der benachbarten katholischen Gemeinde in Feucht. Nach gemeinsamen Gebet segnete Ortspfarrer Hans Oettl die Wallfahrer mit einem Reisesegen. Danach begaben sie sich auf ihren Weg, der gestaltet war mit Gebeten, Stationen der Besinnung, Liedern und der Möglichkeit zu Gesprächen untereinander.
Vorneweg trugen die Wendelsteiner Männer das Vortragekreuz der Pfarrkirche St. Nikolaus. Die kurzen Besinnungstexte zwischen den Rosenkranzgeheimnissen hatte "Wallfahrtsführer" Rotter ausgesucht und vorbereitet. Teilnehmer aus der Wallfahrtsgruppe lasen die Gedanken vor.
Der Weg führte die Männer bei angenehmen Temperaturen meist auf Waldwegen und einen Wegabschnitt am Main-Donau-Kanal entlang zum Ziel nach Eckersmühlen.
Ihren Abschluss fand die Fußwallfahrt mit einem Gottesdienst. In seiner Predigt ging Pfarrer Hans Oettl auf die Patronin des Eckersmühlner Gotteshause, der Heiligen Elisabeth von Thüringen, ein. In diesem Jahr wird an ihren 800. Geburtstag gedacht. Oettl hob die Heilige als Vorbild für solidarisches Wirken mit den Ärmsten der Gesellschaft hervor. Nach der Wallfahrtsmesse gab Heumann noch einige interessante Einblicke in die Elisabethkirche. Er hob hervor, dass gerade Ungarn-Deutsche das Elisabethpatronat für die Kirche nach Eckersmühlen gebracht haben. Die Wallfahrt endete mit einer Einkehr in einem Gasthof.

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© Michael Fass