Der Muschel folgen
Firmlinge auf dem Jakobsweg zwischen Kammerstein und Abenberg

Seelsorgeeinheit Schwabach. In diesem Jahr wurde wiederum im Rahmen der Firmvorbereitung in der Seelsorgeeinheit Schwabach das Pilgern auf dem Jakobsweg durchgeführt. Unter Regie von Jakobspilger Georg Brenner wurde diese Fußwallfahrt gestaltet.
Der Ortspfarrer von Rednitzhembach und Schwanstetten hat Erfahrung mit dem Jakobsweg, denn vor einigen Jahren ging er den Weg von Abenberg aus bis nach Santiago de Compostela. Für die 2500 km lange Wegstrecke nahm der Geistliche über mehrere Jahre hinweg seinen Jahresurlaub und ging zu Fuß den alten Pilgerweg zum Grab des Apostel Jakobus, der der Tradition nach in Spanien beerdigt ist. Insgesamt war Brenner 97 Tage unterwegs.

So war es nicht verwunderlich, dass Georg Brenner es verstand mit seinen Berichten über den Jakobsweg die Firmlinge aus den katholischen Pfarreien Schwabachs, Rednitzhembach, Schwanstetten und Wendelstein zu begeistern. Am Ruhestein im Kammersteiner Forst traf sich die Pilgergruppe. Pfarrer Brenner erzählte, wie im Mittelalter die Jakobswege von hunderttausenden Pilgern in Europa genutzt wurden. Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde die Wallfahrt nach Santiago de Compostela neu entdeckt.
Vergleichsweise kurz war der von den Jugendlichen gegangene Weg. Auch einige Eltern waren dabei und ebenso pastorale Mitarbeiter aus den Pfarreien. Die Gruppe ging von Kammerstein aus zur Jakobskirche nach Abenberg. Für drei Stationen hielt die Gruppe auf der Wegstrecke inne. Pfarrer Brenner teilte seine Erfahrungen mit dem Pilgerweg in guter Weise den Jugendlichen mit. So erzählte er zum Beispiel wie es ihm nach anstrengenden Wegstrecken während einer Rast erging. Er schärfte die Aufmerksamkeit der jungen Christen das Wegzeichen mit der Muschel in den Blick zu nehmen: „Achtet auf die Wegzeichen. Der Weg ist nicht immer eindeutig beschildert.“
Am Ziel in Abenberg angekommen, feierte die Gruppe in der Pfarrkirche St. Jakobus eine Eucharistiefeier. Anschließend war für die Fußwallfahrer eine Brotzeit hergerichtet worden.

 

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© Michael Fass