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Große Feuerstelle in Ingolstadt: Fast 300 Pfadfinder versammelten sich um das große Lagerfeuer. |
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Gruppenspiele am Abend: Sichtlich Freude haben alle Beteiligten am großen Kreisspiel. |
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Wendelsteiner Pfadfinder auf ihrer Sonnenterasse. |
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(Juni Müllverbrennung): Sachgeschichten bei „Happy 100 – Die Sendung mit Scouty“: Eine Gruppe besucht die Müllverbrennungsanlage Ingolstadt. |
Wendelstein – Ingolstadt. Eine Woche ihrer Pfingstferien verbrachten Kinder und Jugendliche der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus Wendelstein beim großen Zeltlager des Diözesanverbandes Eichstätt. Auf ihrem Standortübungsplatz an der Donau hatte die Bundeswehr für diesen Zweck ein Arial für das Jahrhundertlager zur Verfügung gestellt. Zusammen mit anderen Stämmen aus dem Bistum verbrachten die 55 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der Pfarrei St. Nikolaus/Wendelstein eine ereignisreiche Woche.
In Anlehnung an die bekannte Kinderserie „Die Sendung
mit der Maus“ war das Lager vorbereitet worden. Nur hatte das Vorbereitungsteam
den Titel etwas umbenannt. Denn das Programm in Ingolstadt wurde gestaltet unter
dem Motto „Happy 100 - Die Sendung mit dem Scouty“.
So waren wirklich tolle Lagertage mit Schwung und Phantasie angesagt. Abwechslung
und Kurzweil erlebten sicherlich die meisten jungen Teilnehmer, trotz der Nähe
zur Großstadt nahe bei einem idyllisch gelegenen Naturschutzgebiet.
Die Mottomaus Scouty wollte herausfinden, warum sie bei den Pfadfindern sei.
Auch Capt’n Blaubär mit seinem manchmal haarsträubenden Seemannsgarn
fehlte natürlich ebenso nicht.
Selbstverständlich gehörten auch die traditionellen Pfadfinderaktionen
zu einem solchen Lager. So errichteten die Kinder und Jugendlichen zusammen
mit den Gruppenleitern Lagerbauten. Es entstanden Tore mit Aussichtsplattformen.
Die Wendelsteiner Pfadfinder errichteten neuartige Ruheplätze, z. B. eine
überdimensionale Mehrpersonenhängematte und eine Art Sonnenterasse
zum Chillen, die in den kommenden Tagen auch eifrig genutzt wurden.
Die inhaltliche Arbeit fehlte bei den Lagertagen ebenfalls nicht. Die Rahmengeschichte
beim Lager erzählte die Maus Scouty.
So erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass in der Deutschen Pfadfinderschaft
Sankt Georg Jungen und Mädchen, Männer und Frauen gemeinsam unterwegs
sind. Sie wagen Abenteuer und lernen, für sich und für andere in der
Gruppe Verantwortung zu übernehmen. Sie entwickeln eine lebendige Beziehung
zu Gott. »Duty to myself« und »Duty to others« und »Duty
to god« hat der Gründer der Weltpfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell,
das genannt. Diese drei Prinzipien waren von dem Stufenarbeitskreis so vorbereitet
worden, dass alle Kinder und Jugendlichen mit Spaß und Freude dabei sein
konnten.
Zu jeder „Sendung mit der Maus“, gehört eine
Sachgeschichte. Diese fehlte bei der „Pfadfindersendung“ in Ingolstadt
natürlich ebenfalls nicht.
Soziale Einrichtungen, Behörden und Firmen in der Donaustadt waren der
Rahmen für diese Sachgeschichten beim Diözesanlager. Die dreihundert
Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs und
besuchten u. a. zum Beispiel die Müllverbrennungsanlage, die Polizei, ein
Kloster, die Lebenshilfe, eine Zeitung oder einen Audizulieferer.
An einem Tag gestalteten die einzelnen Altersstufen ihr je eigenes Programm.
An diesem Tag hörten beispielsweise die Jüngsten, die Wölflinge,
wieder eine Geschichte von Capt’n Blaubär. Im Laufe des Tages mussten
die Jungen und Mädchen dann verschiedene Fertigkeiten erlernen, wie z.
B. Knoten knüpfen, Plattdütsch sprechen, Erste-Hilfe anwenden. Diese
Fertigkeiten mussten dann auf einem Weg durch einen geheimnisvollen Nebel angewandt
werden. Bei Stockbrot am Lagerfeuer beendeten die Wölflinge ihren Stufentag.
In der Mitte der Woche begaben sich alle auf Hajk, d. h. alle Teilnehmer verließen
den Lagerplatz und verbrachten einen Tag und eine Nacht abseits vom Lagerplatz.
Für dieses Abenteuer wurden sie ausgesandt bei einem Gottesdienst mit Diözesankurat
Francesco Benini. Geballt traten die Pfadfinder des Bistums am Ende des Lagers
zum Markt der Möglichkeiten in Ingolstadt auf. Auch die Bevölkerung
Ingolstadts sollte teilhaben am Pfadfinderleben.
Das Lager „Happy 100“ hat wieder mal gezeigt, wie junge Leute ganz
viel auf die Beine stellen können. Alle Beteiligten werden dieses Großlager
sicherlich nicht so schnell vergessen.