Begegnung in der Moschee
Wendelsteiner Christen besuchen Moschee in Nürnberg

Die ökumenische Besuchergruppe aus Wendelstein in der Moschee.

Pfarrer Thomas Göß bedankt sich bei Ute Strait-Aouichi und ihren Mitarbeiterinnen für ihre Ausführungen beim Moscheebesuch der Wendelsteiner.

 

Wendelstein.Nürnberg. In der Marktgemeinde Wendelstein wurde zu einem Moscheebesuch in Nürnberg eingeladen. Eine stattliche Anzahl von Interessierten aus der Marktgemeinde nahm an dieser Veranstaltung im Islamischen Zentrum Nürnberg e. V. in der Hessestraße teil. Von der Vorsitzenden des Vereins, Ute Strait-Aouichi und weiteren Mitarbeiterinnen wurden die Gäste aus Wendelstein begrüßt. Bei seinen einleitenden Worten stellte Pfarrer Thomas Göß aus Röthenbach b. St. W. die Besuchergruppe vor. Dabei ging Göß auf die vor einigen Jahren in Wendelstein unterzeichnete Charta Oecumenica ein. In dieser Selbstverpflichtung im Bereich der Ökumene wird unter anderem die Begegnung der christlichen Gemeinden mit anderen Weltreligionen betont.

Die Wendelsteiner wurden in der Hessestraße zunächst von Diakonin Doris Zenns von der Brücke/Nürnberg in Empfang genommen. Diese Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche bemüht sich besonders um die Begegnung von Christen und Muslimen in Nürnberg und hatte den Besuch vorbereitet.
Die Moschee mit den anderen Räumlichkeiten der islamischen Gemeinde befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude.
Vor Betreten des Gebetsraumes legten die Besucher ihre Schuhe ab und nahmen auf dem mit Teppich ausgelegten Boden Platz. Die Internationalität der islamischen Gemeinde, die die Moschee in der Hessestraße besucht, wurde den Besuchern allein schon dadurch bewusst gemacht, dass die weiblichen Gemeindemitglieder, die die Führung leiteten, alle aus verschiedenen Nationen stammen.

Ute Strait-Aouichi und ihre Mitarbeiterinnen vermittelten einen interessanten Einblick von der Gebetspraxis in der Moschee und den weiteren Aktivitäten im Islamischen Zentrum. Dabei konnten die Angehörigen der ökumenischen Gruppe aus Wendelstein von Beginn an ihre Fragen und Anliegen in Bezug auf die Moschee, islamisches Gemeindeleben oder der Struktur und Organisationen des Vereins stellen. Die Glaubenspraxis wurde angesprochen, so z. B. die Verschiebung der Gebetszeiten während des Tages oder der Gebrauch des Mondkalenders. Auch die Bedeutung der Einrichtung des schlichten Gebetsraumes wurde erklärt. Thematisiert wurde auch, dass in den Räumlichkeiten des Zentrums islamischer Religionsunterricht und Unterricht in arabischer Sprache erteilt wird.
Die Bibliothek fand ebenso die Aufmerksamkeit der Besucher.
Nach der Führung in der Moschee wurde die Wendelsteiner Besuchergruppe noch in einen Versammlungsraum eingeladen, in dem Kaffee, Tee und Gebäck gereicht wurde. Das Gespräch mit manch aktuellen Bezügen fand hier seine Fortsetzung. Am Ende bedankte sich Pfarrer Göß bei Ute Strait-Aouichi und ihren Mitarbeiterinnen mit einem Korb von Produkten aus dem Eine-Welt-Laden.

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© Michael Fass