Festliche Begrüßung von Pfarrer Ewald Scherr
in Wendelstein

Mit Liedern und Versen wurde Pfarrer Ewald Scherr vor dem Festgottesdienst von den Kindergartenkindern willkommen geheißen.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Gotthard-Paulus und Kirchenpfleger Bernhard Fiehweg begrüßten im Namen der Pfarrgemeinde St. Nikolaus den neuen Seelsorger.

 

Im Pfarrsaal wurde Pfarrer Scherr von den Repräsentanten aus Gemeinde, Landkreis, Schule und Kirche begrüßt.

 

Die festliche Amtseinführung von Pfarrer Ewald Scherr fand inzwischen in der Pfarrgemeinde St. Nikolaus statt. Der neue Seelsorger in der Marktgemeinde feierte am Tag seines Einstandes auch seinen Geburtstag. Passend zum Anlass wurde die Installationsfeierlichkeit bei strahlendem Sonnenschein, wie geplant, im Freien auf dem Kirchenparkplatz begonnen.

Willkommensgruß durch den Kindergarten
Den Begrüßungsreigen eröffneten zunächst die jüngsten Gemeindemitglieder, nämlich die Kindergartenkinder. Sie hießen ihren neuen Pfarrer am gerade neu renovierten Missionskreuz des Vereinshauses willkommen. Die Mädchen und Buben des Kindergartens, der sich neuerdings „Kinder(t)raum St. Nikolaus“ nennt, sangen „Schön, dass du da bist“. Entsprechend passende Strophen, extra für das Willkommen getextet, gaben die Kleinen aus der Gemeinde zum Besten. Danach überreichten die Kinder mit Versen Pfarrer Scherr allerlei Produkte für das seelische und leibliche Wohl. Das Geburtstagsständchen fehlte ebenso nicht.

Feierlicher Kirchenzug
Danach zog der liturgische Dienst in die Pfarrkirche ein. Pfarrer und ein Diakon aus dem Dekanat, ebenso befreundete Geistliche von Pfarrer Scherr, konzelebrierten gemeinsam am Altar. Auch der aus Wendelstein stammende Militärdekan Alfons Hutter war aus Anlass der Amtseinführung von Ewald Scherr gekommen. Der festliche Einzug wurde auch dadurch unterstrichen, dass zahlreiche Ministranten zum Altardienst für den Festgottesdienst gekommen waren. Auch die Fahnenabordnungen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung und des Malteserhilfsdienstes zogen in die Pfarrkirche mit ein.

Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus
Dekan Alfred Rottler aus Roth begrüßte die Gläubigen und Pfarrer Scherr. Es ist üblich, dass der Dekan eines Dekanates, vom Bischof beauftragt, den neuen Pfarrer in sein Amt einführt. Nach den einleitenden Worten wurde das Ernennungsdekret vom Rednitzhembacher Pfarrer, Georg Brenner, vorgetragen.

Pfarrer Scherr bekundete seine Bereitschaft für den Dienst als Pfarrer in der neuen Pfarrei und betete das Glaubensbekenntnis. Pfarrangehörige brachten verschiedene Symbole zum Altar. Mit diesen Zeichen wurden dem neuen Pfarrer seine ihm anvertrauten Aufgaben noch bewusster vor Augen geführt. So wurde der Schlüssel der Kirche, die Taufschale und der Taufkrug, eine Stola und die Bibel vom Kirchenpfleger, von den Ministranten, von der Mesnerin und einem hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiter nach vorne gebracht. Dekan Rottler deutete die überbrachten Symbole.
Weitere ausdeutende Zeichen folgten. So händigten Schüler ein Religionsbuch und eine Kinderbibel aus. Die ältere Generation überreichte ein Kreuz. Eine Familie der Pfarrei kam mit den eucharistischen Gaben zum Altar. Pfadfinder schenkten dem Geistlichen eine brennende Kerze. Die Fürbitten wurden ebenso von Pfarrangehörigen gesprochen.
Die Gläubigen und Gäste erlebten einen feierlichen Gottesdienst in der Nikolauskirche. Zu einem angemessenen und würdigen Rahmen trug auch die musikalische Gestaltung der Feier durch die Organistin Elisabeth Grübl, die Wendelsteiner Musikanten und ebenso der Kinderchor der Pfarrei bei.

Begrüßung durch die Pfarrgemeinde
Stellvertretend für die gesamte Pfarrgemeinde sprach Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Gotthard-Paulus ihren Willkommensgruß. Die Gratulation zum Geburtstag wurde mit einem von Holzbildhauermeister Norbert Tuffek in Kunstschrift gestalteten Text des Heiligen Augustinus unterstrichen. In diesem Wort des Heiligen werden Voraussetzungen genannt für segensreiches Wirken von Seelsorgern.

Worte von Pfarrer Ewald Scherr
Der neue Pfarrer von St. Nikolaus wandte sich am Schluss an seine neue Pfarrei. Er stünde mit gemischten Gefühlen vor seiner neuen Gemeinde und bitte deshalb um eine offene Annahme von Seiten der Pfarrgemeinde. Auch hob er die Absicht hervor mit den Christen anderer Konfessionen so gut es gehe und auch möglich sei, eine Ökumene im Alltag zu gestalten und zu leben. Mit Blick auf die zahlreichen anwesenden Pfadfinder äußerte Scherr seine Hoffnung, dass es darum gehe, den Glaubens- und Lebensweg tastend, d. h. wie ein "Stück Pfadfinden" zu gehen, damit Christsein gelebt werden kann. Die Pfadfinder ermunterte er mitzuhelfen, die Pfade für die Zukunft auszukundschaften.

Empfang im Pfarrsaal
Mit kurzen und prägnanten Grußworten bedachten die Redner im Pfarrsaal den Neubeginn von Pfarrer Scherr in der Pfarrei St. Nikolaus. Den Reigen der Redner eröffnete Pfarrer Georg Brenner aus Rednitzhembach. Er sprach als Vertreter der Seelsorgeeinheit Schwabach, zu der die Wendelsteiner Pfarrgemeinde gehört. Der Geistliche aus der Nachbarpfarrei hieß Scherr in dem vor einigen Jahren entstandenen Pfarreienverbund willkommen und verwies auf die Anfänge der Seelsorgeeinheit.
Bürgermeister Wolfgang Kelsch folgte mit seinem Grußwort. Das Gemeindeoberhaupt blickte auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit den Vorgängern Scherrs zurück. Er sei sich sicher, dass diese konstruktive Zusammenarbeit auch mit dem neuen katholischen Seelsorger möglich sei. Bei seinen Gedanken erinnerte Kelsch auch an den gemeinsamen Jahresabschluss der Kirchen am Alten Rathaus. Für den Landkreis Roth sprach die stellvertretende Landrätin Dr. Hannedore Nowotny.
Dekanatsratsvorsitzender Heinz Rösch schenkte Pfarrer Scherr sein neues Buch über das Dekanat Schwabach. Aktuell war der pensionierte Lehrer auf jeden Fall mit diesem Werk, denn Ewald Scherr wird im Buch bereits als Pfarrer der Pfarrei St. Nikolaus erwähnt.

Stellvertretend für die Schulen der Marktgemeinde redete Grundschulrektor Reinhard Hell. Er zog Parallelen zu anderen Persönlichkeiten mit dem Namen Ewald Scherr. Die Ausführungen des Schulleiters führten auch zum Namenspatron des neuen Ortsgeistlichen.
Pfarrer Norbert Heinritz und Pfarrer Thomas Göß von den Evangelisch-Lutherischen Gemeinden Wendelstein und Röthenbach b. St. W. feierten bereits den Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit und waren ebenso zum Stehempfangs dabei. Pfarrer Heinritz, der eine Woche vorher seine Installation in Wendelstein beging, sah viele Ähnlichkeiten zu seiner Situation und von Pfarrer Scherr zu Beginn der Tätigkeit auf einer neuen Pfarrstelle. Für die Kirchengemeinde Röthenbach sprach Anja Babinsky. Die junge Kirchenvorständin überreichte einen Sonderdruck über das Papsttum vom Lexikon "Theologie und Kirche". Zum Abschluss des Empfangs wünschte Militärdekan Alfons Hutter, ein gebürtiger Wendelsteiner, seinem Mitbruder im priesterlichen Dienst für sein Wirken in Wendelstein alle Gute und Gottes Segen.

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© Michael Fass