Kirchen beschließen gemeinsam das Jahr
Bürgermeister Wolfgang Kelsch weist auf zusammenwachsendes Europa hin – Fürbitten für die Anliegen der Menschen in der Marktgemeinde

Bürgermeister Wolfgang Kelsch bei seinen Worten am Silvesterabend.

Pfarrer Horst-Dieter Stanislaus, hier zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Kelsch, spricht nachdenkliche Worte bei dem ökumenischen Jahresabschluss am Alten Rathaus.

Die beiden Pfarrer Hans Oettl und Horst-Dieter Stanislaus sprechen gemeinsam das Segensgebet.

Die beiden Pfarrer Hans Oettl und Horst-Dieter Stanislaus führen die Prozession der Gläubigen an auf dem Weg zum Alten Rathaus.

Wendelstein. Zum achten Mal fand heuer der ökumenische Jahresschluss am Silvesterabend vor dem Alten Rathaus statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung zum besinnlichen Jahresende gefolgt. Unter den Klängen der Wendelsteiner Musikanten zogen die Gläubigen der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Wendelstein und der katholischen Pfarrei St. Nikolaus nach ihren Jahresschlussgottesdiensten in das Zentrum des Altortes. Die Geistlichen Hans Oettl und Horst-Dieter Stanislaus zogen hinter den beiden Vortragtragekreuzen ihrer Kirchen zum Rathaus.

Pfarrer Stanislaus spricht geistliches Wort
In seinem geistlichen Wort stellte Stanislaus am Beginn der Feier heraus, dass nun alle Anwesenden am Ende des Vergangenen stehen und sicherlich morgen sich nicht geändert haben werden. Und trotzdem bestehe kein Anlass zum Jammern, denn im Alltag stünden einem liebe Menschen zur Seite, so der Geistliche. All diesen Menschen dankte Pfarrer Stanislaus. Letztlich müsse Gott für alles Gute im Leben gedankt werden. In seinen weiteren Gedanken verwies Stanislaus auf das Friedenslicht aus Betlehem, das in den Weihnachtstagen in zahlreichen Wendelsteiner Familien weitergereicht worden ist. Wie das Friedenslicht müsse sich der Frieden insgesamt in der Welt ausbreiten.

Grußwort von Bürgermeister Wolfgang Kelsch
Kelsch richtete seine Grüße zunächst an die Bürger der Partnergemeinden Zukowo (Polen) und St. Junien (Frankreich). Die Marktgemeinde blickte ja im Jahr 2006 auf fünf Jahre trikommunale Partnerschaft zurück. Vom Podium am Eingang des Rathauses aus schloss das Gemeindeoberhaupt die drei über hundertjährigen Mitbürger in seine Grüße ein.
Der Bürgermeister lenkte den Blick der Anwesenden auf die größer werdende EU durch den Beitritt Bulgariens und Rumäniens. Diese Staatengemeinschaft habe in den letzten 50 Jahren ihren Bürgern soziale Beständigkeit gegeben und damit Frieden.
An alle Wendelsteiner appellierte Kelsch für die nachfolgenden Generationen der Marktgemeinde Sicherheit zu schaffen.

Fürbittgebet und Lobpreis
Pfarrer Hans Oettl leitete die Fürbitten ein, die von Frauen und Männern der Kirchengemeinden vorgetragen wurden. In diesem Gebet wurden die Anliegen der Marktgemeinde angesprochen, ebenso wie Gebetsintentionen, die einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang im Blick hatten. Alle Anwesenden beteten hinterher gemeinsam das Vaterunser.
Anschließend segneten die beiden Geistlichen die Gläubigen. Zum Ende der Andacht intonierte der Posaunenchor der evangelischen Gemeinde, dieser Klangkörper hatte die musikalische Gestaltung am Rathaus inne, den Choral „Nun danket alle Gott“. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde stimmten mit ein.
Der ökumenische Abschluss hat nun doch eine gewisse Tradition in Wendelstein und wird von den Gläubigen als sinnvoller Abschluss des Jahres geschätzt.

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© Michael Fass