Erntedank für alles, was das Leben reich macht

Ein schön geschmückter Erntealter zierte auch in diesem Jahr die Pfarrkirche St. Nikolaus.

Das Erntedankfest sprach auch in diesem Jahr eine große Schar von Gläubigen an. Eltern mit ihren Kindern folgten der Einladung zur Feier des Familiengottesdienstes in St. Nikolaus.
Ansehnlich war der Erntealtar von Frauen des Obst- und Gartenbauvereins hergerichtet worden. Die beiden Frauen, die für den Blumenschmuck in St. Nikolaus verantwortlich sind, hatten auch wieder ganze Arbeit für den Festtag geleistet. Die Zwischenräume der Speichen eines alten Wagenrades waren mit Gemüse- und Obstsorten aufgefüllt, so dass ein mandalaartiges Gebilde entstand. Aus der Wendelsteiner Bäckerei Enser stammt der mit Schriftzug versehene große Bauernbrotlaib.
Der Familiengottesdienst am Erntedanksonntag gehört schon traditionell zu diesem Festtag. Dabei umrahmte der Kinderchor der Pfarrei zusammen mit Musikern und Organist Hermann Lahm die Feier musikalisch. Die Mädchen und Jungen sangen Lieder, die sie erst am Sonntag vor dem Erntedankfest beim Dekanatskinderchöretag kennen gelernt hatten.
Zu Beginn der gottesdienstlichen Feier zeigten Kinder verschiedene Zeichen, die auf den Mangel von Grundbedürfnissen mancher Menschen in der Welt hinwiesen. Die Zeichen waren leer und ohne Leben. Gefüllt wurden sie bei der Gabenprozession, indem die Kinder „Danke“ sagten für alles, was das Leben reich macht. Bereits in seiner Predigt hatte Pfarrer Oettl viele Selbstverständlichkeiten menschlichen Lebens herausgestellt, für die mit einem Liedvers Gott Danke gesagt wurde.

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© Michael Fass