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Die Gruppe der Wendelsteiner Firmlinge am Ende der Lichtfeier in der Eichstätter Kapuzinerkirche. |
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Benedikt Öhmt aus Wendelstein (links) und Felix Michahelles aus Pleinfeld brachten das Friedenslicht von Wien nach Eichstätt. In Eichstätt holten es Wendelsteiner Georgspfadfinder und Firmlinge der Pfarrei St. Nikolaus nach Wendelstein. |
Wendelstein. Bei der bemerkenswerten Lichtfeier in der Eichstätter Kapuzinerkirche waren zahlreiche Firmlinge mit ihren Eltern und Georgspfadfinder aus der Pfarrei St. Nikolaus dabei. Eine große Anzahl von Gläubigen aus allen Teilen der Diözese hatte sich zu dieser abendlichen Feier in dem Eichstätter Gotteshaus eingefunden. Auch Bischof Gregor Maria Hanke feierte den Gottesdienst im Kreise der Gläubigen mit.
Die Wendelsteiner erlebten zusammen mit allen anderen Gläubigen
einen feierlichen Wortgottesdienst, bei dem das „Friedenslicht aus Betlehem“
in Eichstätt empfangen und in das Bistum ausgesandt wurde. Angehörige
der Diözesanleitung der Pfadfinder hatten den Gottesdienst vorbereitet.
Diözesankurat Francesco Bennini leitete diese liturgische Lichtfeier.
Eine Delegation der Georgspfadfinder (DPSG) der Diözese Eichstätt
hatte zuvor das Friedenslicht in Wien abgeholt. Felix Michahelles aus Pleinfeld
und Benedikt Öhmt aus Wendelstein brachten die symbolträchtige Flamme
in die Universitätsstadt.
Seit 1986, also in diesem Jahr zum 20. Mal, wird in der Adventszeit in der Geburtsgrotte
von Betlehem ein Licht entzündet und von einem österreichischen Kind
mit dem Flugzeug nach Wien gebracht. Von dort aus wird dieses Symbol für
Frieden, Toleranz und Solidarität mit dem Zug in ganz Europa verteilt.
Die Georgspfadfinder laden mit der Aktion alle Menschen ein, das Licht und die
Sehnsucht nach Frieden weiterzutragen. Jährlich beteiligen sich immer mehr
Menschen und Länder an dieser Aktion.
Der langjährige Wendelsteiner Pfadfinder Benedikt Öhmt berichtete
von seinen beeindruckenden Erfahrungen in Wien. So wurde in ökumenischer
Verbundenheit die Friedenslichtfeier von katholischen, orthodoxen, evangelischen
und anglikanischen Christen im Wiener Stephansdom gefeiert. Der Student berichtete
auch, dass die Liturgie mehrsprachig gefeiert worden sei. Mit dem Nachtzug brachten
die beiden Vertreter der Eichstätter DPSG in den frühen Sonntagmorgenstunden
das Licht nach Oberbayern.
Angehörige der DPSG eröffneten die Feier mit ihren Gedanken zum alltäglichen
Blick in den Spiegel. In seiner Predigt griff Bennini diese einleitenden Worte
auf. Er verwies auch auf den Pfadfindergründer, der gesagt hat, dass jeder
Pfadfinder die Welt ein wenig besser verlassen sollte, als er sie vorgefunden
hat. Als weltweite Jugendbewegung würden ja gerade die Pfadfinder seit
ihrer Gründung den Anspruch erheben Friedenspfadfinder zu sein, betonte
der Geistliche.
Beeindruckend war dann, als die dunkle Kapuzinerkirche durch die Weitergabe
des Friedenslichtes langsam durch hunderte Lichter erhellt wurde. Verstärkt
wurde die Wirkung durch die auf einer Spiegelfolie verteilten Kerzen im Mittelgang
des Kirchenschiffes. Alle Teilnehmer der Aussendungsfeier wurden am Schluss
noch einmal aufgerufen, dem Frieden ihr Gesicht zu schenken und das Licht jetzt
weiter zu tragen.
Für die Wendelsteiner Firmlinge nahm Andreas Xourgias
das Friedenslicht in Empfang.
Zusammen mit Vertretern aus den beiden anderen Pfadfinderstämmen Wendelsteins,
dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und dem Bund Deutscher
Pfadfinder (BdP) übergeben die Georgs-Pfadfinder im Sitzungssaal des Neuen
Rathauses das Friedenslicht an die Marktgemeinderäte bei ihrer letzten
Sitzung weiter.