Seniorenfahrt nach Donauwörth
Abstecher an die Romantische Straße
Ein Höhepunkt der Jahresarbeit 2005 des Seniorenclubs St. Nikolaus

Wie in jedem Sommer war in diesem Jahr ein Ganztagesausflug der glanzvolle Abschluss eines reichhaltigen Jahresprogramms des Seniorenclubs der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus.

Am frühen Morgen, nach der Feier einer Frühmesse mit Pfarrer Hans Oettl verließ ein bis zum letzten Platz mit Senioren ausgebuchter Reisebus Wendelstein in Richtung Süden. Erwartungsfreudig und frohgelaunt hatten sie als erstes Ziel die alte bayerisch-oberschwäbische Reichsstadt Donauwörth ausgewählt.

Donauwörth liegt, wie Pfarrer Oettl dem Seniorenkreis während der Fahrt erklärte, an der historischen Reichsstraße, bei der die Wörnitz in die Donau mündet. Sie hat mit ihren prächtigen Giebelfronten in der Altstadt wohl eine der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands. Die Senioren aus Wendelstein mit ihren Gästen sahen in Donauwörth viele sehenswerte Prachtbauten, wie z. B. das Deutschordenshaus, das Rathaus, das zinnengeschmückte Tanzhaus und die spätgotische Liebfrauenkirche, um nur einige zu nennen.
Ihr Hauptziel aber sollte die Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz“ sein. Die Wallfahrt zu diesem Gotteshaus reicht bis in Jahr 1028 zurück. Damals hatte Graf Menegold als Gesandter des deutschen Kaisers Konrad II. in Konstantinopel vom byzantinischen Kaiser Konstantin VIII. eine kostbare Reliquientafel mit einem ansehnlichen Partikel des Kreuzes Christi erhalten und nach Donauwörth gebracht. Dort entstand zuerst eine kleine Kapelle und später eine gotische Kirche, bis diese schließlich nach vielen Brand- und Einsturzkatastrophen 1717 abgebrochen und der Grundstein für die heutige prachtvolle Barockkirche gelegt wurde. Nicht weniger prächtig ist unter der Kirche die Gruftkapelle mit ihrem Kreuz– und Marienaltar sowie einem schönen schmiedeeisernem Gitter, das einst Prinzregent Ludwig von Bayern der Heilig-Kreuz-Kapelle gestiftet hatte. In der Kapelle hielt als Gastgeber Pater Manfred mit den Wendelsteinern eine kurze Andacht und segnete anschließend jeden einzelnen durch Auflegung der Kreuz-Reliquie. Mit einem Marienlied verabschiedete sich der Wendelsteiner Seniorenclub.
Mittlerweise war es Mittag geworden, so dass sich alle in einem unweit der Liebfrauenkirche liegenden Gasthaus stärken wollten. Sie wurden sehr gut bewirtet und wurden für ’s Erste auch alle satt. Am späteren Nachmittag war ja noch eine Kaffeepause eingeplant. Nach einer kurzen Visite in der benachbarten Liebfrauenkirche fuhren die Senioren am Nachmittag weiter „nach Süden“, um das etwas abseits der Romantischen Straße am Lech verborgene Kloster Holzen zu besuchen. Die Klosterkirche, Johannes dem Täufer geweiht, ist eine glanzvolle, ebenfalls im oberschwäbisch-bayerische Barock des 16. und 17. Jahrhunderts gehaltene Basilika mit überwältigender Stuckdecke. Die kunstvollen Verzierungen an der zweigeschossigen Empore reichen bis zu den Seitenaltären an der rechten und linken Seite des Kirchenschiffes.

Das dritte Ausflugsziel war der Stammsitz der Großgärtnerei Dehner in Rain am Lech. Das Gartenbauunternehmen hat dort eine wunderschöne, weitläufigen Parkanlage geschaffen, die mit ihren Blumenbeeten, Springbrunnen, kleinen Bachläufen, Brücken und Stegen sowie schattig-lauschigen Ruheplätzen schon einer kleinen Landesgartenschau gleicht. In einem gemütlichen Gartencafé konnten sich hier die Gäste bei Kaffee und Kuchen, aber auch bei Bier und Radler von ihrer Besichtigungstour erholen.
Am frühen Abend erreichten die recht sangesfrohen Fahrtteilnehmer wohlbehalten und zufrieden wieder ihren Heimatort. Damit ging ein für alle schöner Tag zu Ende.

Bericht: Irene Löffler

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© Michael Fass