Evangelische und katholische Kirchengemeinden Wendelsteins unterwegs nach Nördlingen und Neresheim
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Die Ökumenereisenden aus Wendelstein während der Stadtführung in Nördlingen. |
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Um das Mandala aus Erntegaben versammeln sich die Teilnehmer der 6. Ökumenischen Reise in der Klosterkirche in Neresheim. |
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Die Ökumenereisenden aus Wendelstein vor der Klosterkirche in Neresheim. |
Über sechzig Teilnehmer waren zusammen auf dem Weg, um Ökumene konkret werden zu lassen und den Dialog zwischen den Konfessionen zu stärken.
Wendelstein. Am frühen Samstagmorgen
trafen sich die Ökumenereisenden in der Sperbersloher Straße um an
einen sonnigen Tag das Ries mit einigen herausragenden Ortschaften zu besuchen.
Nördlingen, mitten im Meteoritenkrater gelegen, war zum ersten Ziel der
Reisegruppe auserkoren. In zwei Gruppen aufgeteilt und begleitet unter der fachkundigen
Führung je einer Stadtführerin des örtlichen Fremdenverkehrsbüros,
wurde die historische Altstadt erkundet. Der Gang auf der Stadtmauer, die den
alten Ortskern noch vollkommen umfasst, durfte bei der Sightseeingtour nicht
fehlen. Die Geschichte der reichen Marktstadt Nördlingen, die wirtschaftlich
gesehen vor dem 15. Jahrhundert durchaus mit Frankfurt am Main konkurrieren
konnte, wurde den Wendelsteinern dabei vor Augen geführt.
Die Georgskirche, das Zentrum der Stadt, zeugt noch vom Reichtum alter Zeiten.
Die Besteigung des Turmes des sogenannten Daniel durfte selbstverständlich
bei den sportlich gebliebenen Teilnehmern der 6. Ökumenefahrt nicht fehlen.
Übrigens geht der Name "Daniel" für den Kirchturm auf ein
alttestamentliches Wort aus dem Buch Daniel zurück. Dort heißt es:
„Und der König erhöhte Daniel ... und machte ihn zum Fürsten
über die ganze Landschaft.“
Passend zur Kirchenbesichtigung nahm man anschließend das Mittagessen
im Gasthof "Zum Engel" zu sich.
Eine Stadtführerin aus Nördlingen begleitete die Busgesellschaft auf
ihrer Fahrt durch das Ries. Sie wies auf landschaftlich interessante Punkte
hin und gab manch historische Information.
Nach knapp zweistündiger Fahrt durch das Ries erreichte der Bus Neresheim.
Diese Ortschaft ist in Verbindung mit der berühmten Benediktinerabtei ein
Begriff. So mancher Teilnehmer der Ökumenereise kannte das Gotteshaus noch
nicht und war schier beeindruckt von der herrlichen spätbarocken Klosterkirche
Balthasar Neumanns mit den Kuppelfresken des Kirchenmalers Martin Knoller aus
Steinach in Tirol (Partnerstadt Neresheims). Da die Basilika erhaben auf dem
Ulrichsberg liegt ist sie schon auf der Anfahrt mehrere Kilometer weit zu sehen.
Ein Pater der Abtei verstand es den Betrachter die prächtige Ausstattung
des Gotteshauses verständlich vor Augen zu führen. Auch die theologisch
gehaltvollen Aussagen seiner Führung konnten den Zuhörer überzeugen.
Die Führung endete mit einem gemeinsamen Anstimmen des Choral „Großer
Gott, wir loben dich“.
Die Wendelsteiner Reisegesellschaft kam in der Kirche nochmals
unter der Kuppel zusammen und versammelt sich dort um ein auf dem Kirchenboden
mit Erntegaben gelegtes Mandela. Pfarrer Horst-Dieter Stanislaus von der Evangelisch-Lutherischen
Gemeinde Wendelstein hatte bei seinen besinnlichen Gedanken die Mitfahrenden
im Blick, ebenso das ökumenische Miteinander in der Marktgemeinde und sprach
gleichzeitig einige Gebetsanliegen aus.
Den Klang der Hauptorgel, erbaut zwischen 1792 bis 1797 von Johann Nepomuk Holzhay
aus Ottobeuren, konnten die Christen aus Mittelfranken bei einem kurzen abendlichen
Konzert erleben.
Zurück im bayerischen Teil des Ries kehrte man noch zu einem gemütlichen
Abendimbiss ein.