Zeichen der Ökumene wieder in Wendelstein


Von der evangelischen Kirche in Röthenbach b. St. Wolfgang wurde der Ökumenestab in die Wendelsteiner Georgskirche gebracht.

Christen aus der Marktgemeinde begleiteten den Millenniumsstab auf seinem Weg von Röthenbach nach Wendelstein. Die Gebetsanliegen bei den Stationen unterwegs hatten die Gläubigen selbst formuliert.

Bilder anschauen:

Wendelstein. Zum zweiten Mal nach seiner Fertigstellung im Jahr 2000 hat der Wendelsteiner Millenniumsstab nun für ein Jahr in der Georgskirche seine Heimat.
Traditionell wurde der Stab, der als bleibendes ökumenisches Zeichen zum Jahrtausendwechsel in Wendelstein von den beiden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und der katholischen Kirchengemeinde erworben wurde, am Pfingstwochenende weitergereicht.

Der Röthenbacher Ortspfarrer Thomas Göß eröffnete die gottesdienstliche Feier, die mit Orgel und Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde. Seine Gedanken bei der Predigt umkreisten das Miteinander der Konfessionen. Auch reflektierte der Geistliche das Verhältnis der christlichen Ortskirchen zum Papst. Dabei zitierte Göß aus einer Vorlesung von Papst Bendedikt VXI. als er noch junger Professor in Regensburg war. Die anwesenden Gläubigen bekamen anschließend die Möglichkeit ihre persönlichen Gebetsanliegen für den Prozessionsweg zu notieren.
Den Millenniumsstab trug Pfarrer Göß selbst aus seiner Kirche heraus.
Auf dem weiteren, - zum Teil auch verregneten -, Weg nach Wendelstein wechselten sich die Gläubigen mit dem Tragen des Stabes ab. Auch die Wendelsteiner Pfarrer Hans Oettl und Horst-Dieter Stanislaus und Pfarrerin Renate Schauer-Roth aus Großschwarzenlohe begleiteten den Zug der Gläubigen.
Unterwegs hielten die Teilnehmer/innen der Prozession für kurze Gebetsstationen inne. Am Portal der Georgskirche übernahm Pfarrer Stanislaus den Millenniumsstab. Der Stab hat seinen Platz im hinteren Teil der Kirche neben der Achahildiskapelle, so dass er beim Betreten des Gotteshauses sofort ins Auge fällt. Pfarrer Stanislaus stellte bei seinen abschließenden Worten einen Bezug zwischen dem knapp 500 Jahre alten Dreikönigsaltar von Hans Süß von Kulmbach und dem neuen Schnitzwerk des Wendelsteiner Holzbildhauermeisters Norbert Tuffek her.
Nachdem der Stab seinen Platz in der Georgskirche eingenommen hatte, waren alle Gottesdienstbesucher zu einem Dämmerschoppen im gastlich hergerichteten Martin-Luther-Haus eingeladen.

Zurück: zum Seitenanfang

© Michael Fass