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Die Teilnehmer der 23. Männerwallfahrt vor der Kirche St. Georg in Göggelsbuch. |
Wieder trafen sich Männer der Pfarrei St. Nikolaus in
den frühen Morgenstunden vor der Pfarrkirche in Wendelstein, um sich auf
die alljährliche Männerfußwallfahrt zu begeben. Ortspfarrer
Hans Oettl segnete zuvor die Wallfahrer mit einem Reisesegen.
Zielpunkt war dieses Jahr St. Georg in Göggelsbuch. Bei kühlem, aber
trockenem Wetter ging es 20 km lang betend und singend durch die Wälder
nach Furth, Harrlach, vorbei an den beschaulichen Weihern bei Altenfelden und
dann parallel zur lärmenden Autobahn über Eulenhofen nach Göggelsbuch.
Der Weg wurde unterbrochen durch Kurzmeditationen, die vom Vorsitzenden der
KAB, Werner Kaiser und von Gemeindereferent Michael Fass vorgetragen wurden.
Pünktlich trafen die Pilger an ihrem Ziel ein, um Gottesdienst mit den
abholenden Angehörigen zu feiern. Der Wendelstein Organist Hermann Lahm
sorgte während der Feier für einen würdigen musikalischen Rahmen
auf der kleinen Orgel. Pfarrer Oettl ging in seiner Predigt auf die Bedeutung
des Hl. Georg in der heutigen Zeit ein.
In einer kurzen Kirchenführung erklärte der Göggelsbucher Kirchenpfleger
Hofbeck seine Heimatkirche.
Die Kirche St. Georg in Göggelsbuch ist ein Kleinod des fränkischen
Rokoko und für einen kleinen Ort wie Göggelsbuch ungewöhnlich.
Die besondere Schönheit des Kirchenraums mit seinen barocken Altären
wird durch die Kirchendecke noch gesteigert. Das Hauptbild der Decke im Langhaus
stellt den Hl. Georg im Kampf mit dem höllischen Drachen dar. Feiner zierlicher
Stuck aus der Zeit des Rokoko (ca. 1730), der auch die Deckenbilder rahmt, verleiht
der Kirche einen besonderen Reiz. Die kunstvoll geformten Engelsköpfe,
Blumenvasen, Blumengehänge, Ranken und Gitterwerk stammen vom italienischen
Stuckateur Hieronymus Andrioli.
Es war die 23. Männer-Fußwallfahrt in Folge, eine Tradition, die
im Jahre 1982 unter dem damaligen Vorsitzenden Bernhard Rotter ins Leben gerufen
wurde, um dem deutschen Nationalfeiertag am 17. Juni einen würdigen Rahmen
zu geben und für die Wiedervereinigung Deutschlands zu beten. Heute findet
die Wallfahrt in den Tagen um den früheren Feiertag statt.
Die Wallfahrt endete mit einer Einkehr im Gasthof „Endres“ und der
schöne Tag erhielt seine Abrundung.
Bericht: Bernhard Rotter