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Die Wendelsteiner Sternsinger nach der Aussendungsfeier, die in der Pfarrkirche St. Nikolaus statt fand. |
Wendelstein. „Kinder können was
bewegen“. Dieses Lied sangen die Wendelsteiner Sternsinger bei ihrer Aussendungsfeier
und unter diesem Motto haben sie sich auf den Weg durch die Marktgemeinde gemacht,
um die Weihnachtsbotschaft zu verkünden und um das Leid für benachteiligte
Kinder der Erde zu lindern.
Nach dem eine Wendelsteiner Abordnung von Majestäten sich bereits bei der
diözesanen Aussendung mit dem lebendigen Gottesdienst in St. Sebald/ Schwabach
am 2. Januar beteiligt hatte, wurden die knapp 60 Sternsingerinnen der Pfarrei
St. Nikolaus bei einer eigenen kurzen Feier am Donnerstagvormittag ausgesandt.
Bei dieser Andacht wurde den Wendelsteiner Königen das Thema der bundesdeutschen
Sterningeraktion „Kinder schaffen was“ vor Augen geführt. In
die Rolle des peruanischen Mädchens Rosa schlüpfte dabei eine Sternsingerin,
die die Lebensumstände von Rosa in der Achtmillionen-Stadt Lima beschrieb.
Peru ist in diesem Jahr das Beispielland, mit dem das Kindermissionswerk Projekte
vorstellt, die von Spenden der bundesdeutschen Sternsingeraktion getragen werden.
So hörten die in der Pfarrkirche anwesenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen,
dass es notwendig für Kindern in armen Ländern sein kann, ihren Beitrag
für das Familieneinkommen zu leisten. Und dies hat nicht immer mit ausbeuterischer
Kinderarbeit zu tun. Die Sternsinger unterstützen Projekte, die einerseits
Kindern ermöglichen einen Beitrag für den Lebensunterhalt ihrer Familien
zu leisten, aber gleichzeitig auch die Möglichkeit zu Schulbesuch und Ausbildung
gewähren.
Den anwesenden Kindern wurde verdeutlicht, dass sie durch ihr Mitmachen beim
Dreikönigssingen diejenigen sind, die etwas schaffen und etwas in Bewegung
setzen. Zusammen mit hundertausenden anderer Sternsinger in der Bundesrepublik
Deutschland wollten die Wendelsteiner Mädchen und Buben mit ihrem weihnachtlichen
Verkündigungsdienst dazu beitragen, dass Kinder weltweit eine Chance auf
Zukunft bekommen.
Drei Tage lang waren sie mit Stern, gesegneter Kreide und den immer schwerer
werdenden Sammelbüchsen in den Straßen von Wendelstein mit seinen
Ortsteilen unterwegs. Dabei versuchten die jungen Christen möglichst viele
Haushalte zu besuchen. Den Mädchen und Buben wurden zahlreiche Türen
geöffnet, denn sie waren bereit über ihr eigenes Wohngebiet hinaus
in andere Ortsteile zu gehen. Unzählige Male wurde mit gesegneter Kreide
„20*C+M+B+06“, Christus Mansionem Benedicat, an die Haustüren
geschrieben. Der Sternsingerspruch und das Sternsingerlied wurden ebenso oft
gesungen. Da stören auch die häufiger werdenden Versprecher an der
Haustüre nicht, wenn kalte Füße und Müdigkeit nach einem
langen Sternsingertag langsam die Oberhand gewinnen.
Bei Abfassung dieses Berichtes war die Sternsingeraktion in Wendelstein noch
nicht abgeschlossen. Der Betrag der eingegangen Spenden und die Mühen während
des gesamten Dreikönigsingens geben passend das Leitwort wieder: Die Wendelsteiner
Kinder mit ihren erwachsenen und jugendlichen Begleitpersonen haben tatsächlich
etwas geschafft.