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In den Kirchengemeinden der Marktgemeinde wurde zu einem gemeinsamen
Besuch im Jüdischen Museum Fürth eingeladen. Die zwanzig Teilnehmer/innen
trafen sich in dem früheren Wohnhaus verschiedener jüdischer Familien
in der Königsstr. 89.
Die engagierte Museumbegleiterin vom Verein Geschichte für Alle e.V. wählte
bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung einige herausragende Stationen aus,
wie die Laubhütte oder das rituelle Reinigungbad im Keller des Hauses.
Ihr lebendiger Vortragsstil bewirkte eine kurzweilige Führung und viele
interessante Informationen über jüdisches Leben und Kultur besonders
in der Stadt Fürth.
Die Führung endete im „Spiegelraum“ der erst vor einigen Tagen
eröffneten Sonderausstellung über den Fürther Schriftsteller
Jakob Wassermann (1873-1934). Er war einer der beliebtesten Autoren seiner Zeit.
Die Spiegel in diesem Raum mit Zitaten des Literaten aus seinem Buch „Mein
Weg als Deutscher und Jude“, verdeutlichen seine Zerrissenheit zwischen
deutscher und jüdischer Identität bereits in den zwanziger Jahren
des vergangenen Jahrhunderts.
In den letzten Jahren wurden bereits mehrmals gemeinsame Erwachsenenbildungsveranstaltungen
von der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus und den evangelischen Kirchengemeinden
Wendelstein und Röthenbach b. St. Wolfgang durchgeführt. Nach mehreren
Vortrags- und Gesprächsabenden fand nun in diesem Jahr diese Exkursion
nach Fürth statt.