Familie herausgestellt

Zum ersten Mal wurde im Pfarreienverbund Schwabach ein Familientag in Schwanstetten angeboten – Familiengottesdienst konnte begeistern

Schwungvolle Lieder wurden beim Familiengottesdienst in Schwanstetten angestimmt!

Aufmerksam verfolgen die Kinder das Evangelienspiel während des Familiengottesdienstes.

Die Kindertheatergruppe der Kolpingfamilie Rednitzhembach begeisterte mit ihrem Stück Der Knopf im Klingelbeutel

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Schwanstetten. Unter dem Leitthema Heut’ ist voll unser Tag wurde im Pfarreienverbund Schwabach erstmalig ein Familienbegegnungstag angeboten. Realisiert wurde diese Veranstaltung durch das Engagement des Vorbereitungsteams aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern der fünf zum Verbund gehörenden Pfarrgemeinden.
Domkapitular Alois Ehrl, Seelsorger in der Pfarrei St. Sebald/Schwabach und Leiter der Pfarreiengemeinschaft betonte, dass die Förderung der Belange von Familien im Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinden regelt, eigens genannt wird.
Das katholische Pfarrzentrum in Schwanstetten mit seinen größtenteils neuen Räumlichkeiten und der angrenzenden Kirche Heiligste Dreifaltigkeit bot für das Familientreffen den idealen äußeren Rahmen, auch wenn das nasskalte Wetter den Besuchern einen tristen, herbstlichen Sonntag bescherte.
Das Festzelt der Großschwarzenloher Feuerwehr und einige Pavillons boten im Innenhof des Pfarrzentrums während Mittagessen und Kaffeetrinken Schutz gegen Regen. Der Kälte konnte jedoch nur mit entsprechender Kleidung begegnet werden.
Der lebendige Familiengottesdienst am Vormittag begeisterte alle Mitfeiernden. Auffallend viele Familien ließen sich von der Feier ansprechen.
Rhythmisch und mit Bewegung wurde das Eingangslied Heut’ ist voll unser Tag, besonders von den Kinder, mitgesungen. Domkapitular Ehrl freute sich in seiner Begrüßung über den zahlreichen Gottesdienstbesuch. Kinder aus den fünf Gemeinden des Pfarreienverbundes brachten die Familien- und Kindergottesdienstkerzen der jeweiligen Pfarrei zum Altar. Verbunden damit war so auch die Vorstellung der katholischen Gemeinden von Schwabach, Rednitzhembach, Wendelstein und Roßtal.
Eindrucksvoll stellten Erwachsene ein Evangelienspiel dar. Während der Verkündigung des Bibelwortes vom reichen Mann und armen Lazarus aus dem Lukasevangelium, traten die beiden beteiligten Personen der Erzählung tatsächlich auf. Im Anschluss wurde die Szene nochmals erzählt und präsentiert. Die Handlung spielte nun in der Gegenwart und zeigte konkrete Vorgaben für gelingendes menschliches Zusammenleben. Gemeindeassistent Stephan Götz fasste das Fazit der gezeigten Spiele in einem kurzen Dialog mit den Kindern zusammen.
Hervorzuheben ist, dass die Jüngsten der Gottesdienstgemeinde aufgefordert wurden ihre Plätze in den Bänken des Kirchenraumes zu verlassen, um in der Nähe des Altarraumes die beiden Anspiele besser zu verfolgen zu können.

Ehrl ließ in seiner Predigt Jungen und Mädchen stilisierte Brote mit Begriffen zeigen, die verantwortlich für ein gutes Miteinander in Familie und anderen menschlichen Gemeinschaften sind. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Geistliche bei allen Beteiligten, besonders auch bei der Musikgruppe aus Schwanstetten, die den Gottesdienst umrahmte.
Ein Küchenteam der örtlichen Pfarrgemeinde sorgte dann für einen reibungslosen Ablauf des Mittagessens im Innenhof des Pfarrzentrums.
In den Jugendräumen des Gebäudes konnten sich die Kinder mit Spielekiste und Kicker oder auch gemeinsamen Gruppenspielen vergnügen. Eine Familienrallye begleitete das gesamte Programm. Manch kniffelige Frage galt es dabei zu beantworten.
Die Kinderchöre der Pfarrei St. Sebald/Schwabach und von St. Nikolaus/Wendelstein zeigten dann jeweils einen kleinen Ausschnitt ihres Reportoires. Die Wendelsteiner brachten einige Songs aus ihrem im Sommer einstudierten Musical vom coolen Retter Mose zu Gehör. Temperamentvoll sangen die Schwabacher gottesdienstliche Lieder mit Gesten und Rhythmusinstrumenten.

Danach begaben sich die Erwachsenen in zwei Gesprächskreise. Zum einen bestand die Gelegenheit zum Talk mit Domkapitular Ehrl.
Gesprächsanlass war der gespielte Dialog zweier Mütter seiner Pfarrei, die sich über den bald stattfindenden Erntedankgottesdienst unterhielten und sich besonders darüber Gedanken machten, ob sie ihre Kinder zum Gottesdienst mitnehmen sollten oder nicht. Ein reger Erfahrungsaustausch folgte bei den Teilnehmern der Gesprächsrunde. Auch konkrete Tipps für den Gottesdienstbesuch mit Kindern wurden gegeben.
In einem weiteren Raum waren interessierte Teilnehmer zu einer zweiten Talkrunde eingeladen. Pfarrer Jürgen Vogt, Seelsorger in der Schwabacher Pfarrei St. Peter und Paul, begrüßte die Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Getraud Ehrlich, die in seiner Gemeinde lebt.
Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander der Ehepartner wurden in diesem Gespräch thematisiert. Getraud Ehrlich betonte, dass Beziehungen sich positiv entwickeln, wenn Eheleute sich von ihrem Partner verstanden und akzeptiert fühlten. Erst im Bejahen des Soseins des Partners bzw. der Partnerin werden für Frau oder Mann wirkliche Veränderungen in der Partnerschaft möglich. Dabei spiele der gegenseitige Respekt eine herausragende Rolle.
Während der Erwachsenenrunden waren die Kinder bestens betreut und hatten z. B. die Gelegenheit einen Minidrachen für’s Zimmer oder Instrumente zu basteln.
Auch die im Pfarreienverbund bestehenden Familienkreise konnten die Familienbegegnung in Schwanstetten als Forum nutzen sich und ihre Aktivitäten vorzustellen.
Nach dem Kaffee war die Leistung des Kindertheatergruppe der örtlichen Kolpingsfamilie beachtlich. Ein Knopf im Klingelbeutel sorgte für manche Verwirrung und war doch letztlich der Ausgangspunkt, dass sich die Baukasse für die anstehende Kirchenrenovierung füllte. Der Sohn des Mesners stellte sich am Ende als Verursacher der Verdrehungen heraus.
Die Notwendigkeit des Zusammenhalts in der Familie und den vielen anderen Gemeinschaften menschlichen Lebens hoben heraus heben Domkapitular Alois Ehrl und Diakon Alois Vieracker in der abschließenden Andacht durch ein Märchen und dem Symbol eines starken Taus aus einem dreifachen Seil heraus.

In Zukunft werden die fünf Pfarrgemeinden des Pfarreienverbundes Schwabach sicherlich die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Seelsorgebereichen noch weiter verstärken.

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© Michael Fass