Amazonassynode als starkes Hoffnungszeichen für Kirche und Welt

Die Gelegenheit beim Schopf packen

die Amazonassynode als starkes Hoffnungszeichen für Kirche und Welt

Sie war selbst bei den Vorbereitungen für die Amazonassynode dabei, die vom 6. Oktober an in Rom stattfinden wird: Dr. Birgit Weiler hat uns in Wendelstein schon mehrfach besucht. Die missionsärztliche Schwester lebt in Peru, arbeitet als Theologin an der Universität Antonio Ruiz Montoya in Lima, ist aber auch oft im peruanischen Amazonasgebiet unterwegs, wo sie die indigenen Völker der Aguaruna und Huambisa solidarisch unterstützt und begleitet. Am 8. Juli besuchte sie St. Nikolaus erneut und sprach auf Einladung der EINEN WELTenWende und der KAB über die Amazonassynode. 

20190708 AMAZONAS2Schwester Birgit Weiler sieht die von Papst Franziskus einberufene Amazonassynode als „Kairos“, also als eine von Gott geschenkte günstige Gelegenheit für die Weltkirche. Im Oktober werden sich die katholischen Bischöfe aus dem Amazonasgebiet treffen, das ja nicht nur Brasilien und Peru umfasst, sondern auch Teile Ecuadors, Kolumbiens, Boliviens, Venezuelas, Surinams und Guayanas. 400 indigene Völker leben in diesem riesigen Lebensraum, der als die „grüne Lunge“ der Erde gilt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche werden Vertreter/innen dieser Völker dieses massiv bedrohten Lebensraumes auf einer Bischofssynode sprechen.

Brandaktuell konnte die engagierte Ordensfrau vom Stand der Vorbereitungen berichten: 85000 Menschen haben sich im Vorfeld der Synode zu Wort melden können und wurden mit ihren Anliegen gehört. Schon hier hat die Synode eigentlich begonnen und dieses Hören auf die indigenen Völker und ihre Weisheit ist Papst Franziskus ein besonderes Anliegen. Das nun seit Juni 2019 vorliegende Arbeitsdokument für die Synode trägt den zweigeteilten Titel: „Neue Wege für die Kirche und für eine ganzheitliche Ökologie“. Beides gehört für Dr. Birgit Weiler unbedingt zusammen: Der klare und mutige Einsatz gegen die Ausbeutung des Regenwaldes und seiner Bewohner und die Aufgabe der Kirche, prophetisch für Gerechtigkeit zu kämpfen. Auch über neue Formen der Zulassung zur Leitung von Eucharistiefeiern wird die Synode sprechen, denn es fehlt im Amazonasgebiet an Priestern. Manche Gemeinden können nur drei Mal im Jahr eine Eucharistie feiern und erbitten die Zulassung von im Glauben bewährten Familienvätern für diese Aufgabe. Birgit Weiler machte Mut: „Ich erhoffe mir, dass Gottes Geist wirkt und ein klares Signal für Kirche und Welt von der Amazonassynode ausgehen wird“. 

Annegret Langenhorst

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Frauen nehmen "das Ruder in die Hand" in Kirche und Welt: Elke Rödel und Evi Pamer von der EINE WELT­enWende, Birgit Weiler, Annegret Langenhorst und Petra Silber­horn, die am GYMI WST Solidaritätsläufe organisiert

Für Schwester Birgit Weiler ist Bildung ein entscheidender Weg, dass die Menschen im Amazonsgebiet eine gute Zukunft haben und ihre Vision vom guten Leben bewahren können. Fast 500 indigene Mädchen und Jungen können in Chiriaco eine Urwald-Schule besuchen, wo sie lernen, sich in der modernen Welt zurechtzufinden, aber auch in traditionellen Techniken wie Töpfern, der Flechtkunst und nachhaltiger Landwirtschaft unterrichtet werden.

Bild Amazonas 1Damit die Schwestern in ihrer Schule weitermachen können, wäre es ein starkes Zeichen, sie kontinuierlich zu unterstützen, um z.B. das Schulessen für die Jugendlichen mitzufinanzieren. Daher haben wir mit Adveniat vereinbart, dass ein dauerhaftes Spendenkonto extra für die Schule "Fe y Alegría" (Glaube und Freude) in Chiriaco eingerichtet wird. Adveniat verwaltet das Konto für uns und kann auch am Ende jedes Jahres Spendenbeschei-nigungen ausstellen für Spenden ab 20 € im Jahr. Wer die Schule regelmäßige per Dauerauftrag oder einmalig unterstützen will, kann dies nun unter folgendem Konto tun:


Spendenkonto:
Adveniat e.V.
Bank im Bistum Essen
IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45
Betreff: Wg. Arbeit mit Kindern, Fe y Alegría, PERU
Für Zusendung von Spendenbescheinigungen bitte Namen und volle Adresse angeben!

 "Im Namen unserer Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern sagen wir euch herzlich danke für eure Solidarität!"