Weihnachtskonzert am Dreikönigstag

Zum 43. Weihnachtskonzert am Dreikönigstag am 6.1.2016 hatte sich der Kirchenchor von St. Nikolaus als Gäste das trio collegio und die Maierbachsänger aus Neumarkt eingeladen. Die drei singenden und musizierenden Gruppen ergänzte Pfarrer Michael Kneißl. Er  las im Konzert eindrucksvolle Texte und Gebete zum Weihnachtsgeschehen. Bei seiner Begrüßung nannte er die Gäste die „drei Saitenmagier aus dem Osten (Oberpfalz) mit Gefolge“. 

 

20160106-3In der voll besetzten Kirche war von Beginn an eine ruhige, gesammelte Aufmerksamkeit. So konnten die Lieder und die Saitentöne in den Menschen nachklingen. Das trio collegio spielte weihnachtliche Weisen mit Zither, Basszither und Gitarre in meisterlicher Weise. Die  Hirtenmusiken umrahmten die Lieder der Maierbachsänger, die wie die Hirten mit innigen Gesängen das Christkind verehrten. Für den Dreikönigstag passend brachten sie auch ein Lied von der langen Reise der heiligen drei Könige. 

 

Die Zuhörer schmunzelten besonders über eine Schilderung aus dem Religionsunterricht, dass die heiligen drei Könige Gold, Weihrauch und „Karotten“ als Geschenke für das Christkind mitgebracht hätten. In der Geschichte von Andrea Schwarz stellte sich heraus, dass Myrrhe für die Kinder unbekannt war. Sie hatten Möhren verstanden, die auch Karotten genannt werden. Sich selber und seine umgebenden Dinge dem Christkind zum Geschenk zu bringen, hatten die Kinder gut ausgelegt.       

 

20160106-2Der Kirchenchor sang neben bekannten Weihnachtsliedern auch neue, die sich gut in das Weihnachtsgeschehen einfügten. Hermann Lahm hatte als letztes Lied des Chores wegen der derzeitigen Lage ein Friedenslied in das Konzert eingebracht, das sehr nachdenklich stimmte durch die Frage: Wie kann ich vom Frieden singen, wenn es so viel Krieg und Elend in der Welt gibt? Das Lied schlug vor, bei sich selber mit dem Frieden und Frieden-Stiften anzufangen. Dann würde dies weiter wirken. 

Die Besucher waren selber am Konzert beteiligt mit dem Kanon „Freuet euch alle, der Heiland ist geboren“ und dem traditionellen Schlusslied mit allen Gruppen „O du fröhliche“.  

 

Der Erlös des Konzertes in Höhe von fast 1.900 € ging je zur Hälfte an den Kindergartenneubau von St. Nikolaus und an den Kindergarten für behinderte Kinder in Bethlehem. 

 

Das Konzert war ohne Gefühlsduselei, ohne „falschen Zauber“ ein schöner, nachdenklicher Abschluss der Weihnachtszeit. 

 

Hermann Lahm

 

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