Mit Jesus Christus Brückenschläge wagen

Hinter Jesus Christus her Brücken bauen – zu Gott, zum Nächsten, zu dir selbst – Gedanken aus dem Aschermittwochs-Gottesdienst

20200226 BrckeEin beeindruckendes Symbol begleitet uns durch die Fastenzeit 2020: Eine Hängebrücke haben wir installiert von der Empore aus hinüber zum Eingangsportal, hin auf das frühere Altarkreuz unserer Kirche, das dort seinen Platz gefunden hat. Nach erfolgreichem Aufbau meinte der Chefkonstrukteur, unser Mesner und Hausmeister Bogdan Urban: „Es schaut fast aus wie eine Hängebrücke am Amazonas - sie lässt uns denken an das, was Papst Franziskus mit der Synode in Rom auf den Weg gebracht hat…“ Und ich hab mir dazu-‘gedacht‘: ich hoffe, dass es auch ein Bild sein mag für unsere tastenden synodalen Gehversuche hierzulande, dass wir uns losziehen trauen auf neue Ufer hin…

Jesus - Brücke zwischen Himmel und Erde

Gedanken zum Christtag 2019

Von dem gewohnten Bild von Weihnachten: Kind in der Krippe im nächtlichen Stall, umsorgt von Maria und Josef, aufgesucht vom Hirtenvolk und umleuchtet von den Chören der Engel, ist in den biblischen Lesungen des Christtages (Hebräerbrief 1,1-6 / JohEv 1,1-18) heute nichts zu vernehmen. Christus Jesus, der menschgewordene Heiland, wird uns als ‚der Erwachsene sozusagen‘ in starken Bildworten vorgestellt: „Retter der Welt, Erbe des Alls, erhabener Herrscher, Abbild Gottes und Abglanz seiner Herrlichkeit, das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet.“ Er, der Gesalbte und Gesandte Gottes kommt in sein Eigentum, kommt in unsere Welt: „Das Wort ist Fleisch geworden, er hat Wohnung genommen mitten unter uns.“ 

ER, Christus Jesus - Gottes weihnachtliche Himmelsleiter

Gedanken in der Christmette 2019

„In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Felde und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.“ (Lk Ev 2,8) Arbeiten sollen, eingespannt sein über die Tagesgrenze hinaus, Dienst tun in der Spätschicht, das schmeckt uns nicht unbedingt. Oder gar in Industriebetrieben, in denen die Fertigung 24 Stunden durchläuft, die Nachtschicht übernehmen oder in Diensten am Menschen, in Krankenhäusern, beim Rettungsdienst, bei der Polizei, im Fernverkehr, beim Schulaufgabenkorrigieren oder Predigtschreiben „bis in die Puppen“ - das hat seine eigene Herausforderung.

„Bist du es, Jesus, der kommen soll…“

Gedanken zum Advent der Kirche und unseres Lebens

Johannes der Täufer hörte im Gefängnis von den Taten Jesu Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ fragen: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ (MatthäusEv 11, 2-11) So fragt der Täufer Johannes (und nicht nur er!). Er tappt im Dunkeln, hinter Kerkertüren, eingesperrt durch den Mutwillen des Herrschers Herodes. Er hatte sich das Auftreten des Messias ganz anders vorgestellt. Er hatte gedacht, dieser werde die Axt an die Wurzel des Baumes legen und jede Gottlosigkeit mit Stumpf und Stiel ausrotten; er werde die Tenne, den Getreideboden blitzblank fegen, also reine Bahn schaffen, stimmige Verhältnisse. Und jetzt? – Nichts von alledem! Es bleibt scheinbar alles beim Alten. Die Ungerechtigkeit triumphiert wie eh und je: Herodes treibt weiter sein Unwesen und er, Johannes, sitzt im Gefängnis, ihm sind –buchstäblich- die Hände gebunden. Lässt der Gesalbte und Gesandte Gottes, der Messias (im Hebräischen)/ der christós (auf Griechisch), auf den er sein Leben gesetzt hat, ihn jetzt sitzen? Der Zweifel nagt an seiner Seele. Das ist die Situation, aus der heraus die Frage aufsteigt: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?“ Das ist also keine künstliche, rhetorische Frage, dahinter steht der unbeugsame Zeuge Johannes mit seiner Not und den Rätseln, die ihm der Messias aufgibt. Er will wissen, wo und wie er dran ist.

Unsere Kirche - synodal unterwegs

Auftakt für einen „Synodalen Weg“ – so hieß es zu Beginn der Adventszeit in jenen Medien, bei denen noch ein Interesse für das kirchliche Geschehen in unserem Land zu spüren ist. Es ist ein Gesprächsprozess, der im nächsten Januar startet und bei verschiedenen Treffen die Bischöfe unseres Landes und gewählte Vertreterinnen und Abgesandte aus den Diözesen zum gegenseitigen Austausch zusammenführen wird.

20191208 Marx u Sternberg synWegPräsidenten dieser Dialogreihe sind Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der dt. Bischofs-konferenz und Thomas Stern-berg, der das Zentralkomitee der deutschen Katholiken anführt. Beide wenden sich in einem Grußwort an uns, ihre Mitchristen: 

„Die Freude des Evangeliums in Wort und Tat zu vermitteln, Jesus Christus zu bezeugen und Gott zu loben und zu danken, ist Aufgabe des Volkes Gottes. Sie ist allen Getauften übertragen: Gemeinsam sind wir Kirche. Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden - unseren Weg gemeinsam zu gehen. Dazu dient der Synodale Weg der Kirche in Deutschland, den wir mit vielen Katholiken, mit Ordensleuten, Priestern und insbesondere jungen Menschen in den kommenden zwei Jahren gehen wollen. Er soll auch ein Weg der Umkehr und der Erneuerung sein, der dazu dient, einen Aufbruch im Lichte des Evangeliums zu wagen und dabei über die Bedeutung von Glaube und Kirche in unserer Zeit zu sprechen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden. Denn selbstkritisch müssen wir feststellen: Die Botschaft des Evangeliums wurde verdunkelt, ja sogar aufs Schrecklichste beschädigt. Wir denken dabei besonders an den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Wir müssen Konsequenzen daraus ziehen und dafür sorgen, dass die Kirche ein sicherer Ort ist. Gemeinsam wollen wir den Weg suchen, wie wir als Kirche heute den Menschen, der Welt und Gott dienen können, wie wir „die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ teilen können, wie es das Zweite Vatikanische Konzil vor über 50 Jahren ausgedrückt hat (im Dokument „Gaudium et spes“ 1). Den Glauben neu verkünden zu wollen, verlangt von uns, dass wir das Gespräch besonders über Themen führen, die der Verkündigung im Wege stehen, wenn sie nicht geklärt werden. Wir bitten Sie, den Synodalen Weg durch Ihre Stellungnahme und Ihr Gebet mitzutragen. Gehen Sie diesen Weg in Ihren Gemeinden vor Ort mit. Alle Informationen finden Sie unter www.synodalerweg.de. Die vier Gesprächskreise, in denen es konkret um Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, Partnerschaft und Sexualität, die priesterliche Lebensform sowie die Rolle der Frau in unserer Kirche gehen soll, werden dort erläutert. Bitte beteiligen Sie sich im Internet an den dort gestellten Fragen und Diskussionen. Nur in der Verbundenheit der Vielen, die in unterschiedlicher Form den Auftrag der Kirche befördern wollen, im Respekt voreinander und im Hinhören auf Gottes Wort werden eine Erneuerung des kirchlichen Lebens und eine Überwindung von Hindernissen gelingen. Nur gemeinsam sind wir Kirche, auch zusammen mit der Weltkirche! Nur gemeinsam können wir das Evangelium bezeugen.“

Neulich habe ich Kenntnis erhalten von einem Brief, den 10 Generalvikare aus dem Norden und Westen Deutschlands (dort spüren sie die Nöte, denke ich, drängender als bei uns im vermeintlich noch ‚volkskirchlicheren‘ katholischen Süden) an die beiden Präsidenten Marx und Sternberg gerichtet haben; ein „Generalvikar“ ist sozusagen die „rechte Hand“ eines Bischofs und durch seine „Schlüsselstellung“, durch sein Mitwirken in allen operativen Vorgängen einer Diözese –in Personal- und Finanz- und Strukturfragen- an der „Nahtstelle von Kirche und Welt“ mit dem Geschehen der Zeit ständig konfrontiert. Ich zitiere aus dem Schreiben dieser GV’s (die sich bei ihren Arbeitstreffen auch Zeit nehmen für einen ‚geistlichen Austausch‘!):

Unser vertrauensvoller, ehrlicher und offener Austausch in dieser Zeit der Auseinandersetzungen um den synodalen Weg hat uns zu gemeinsamen Einsichten und Überzeugungen geführt, die wir Ihnen gerne mitteilen möchten – als Ermutigung für den eingeschlagenen synodalen Weg für unsere Kirche in Deutschland. Bitte verstehen Sie unseren Brief als sehr persönliche Positionierung, die aus unserem vertrauensvollen Austausch hervorgegangen ist. ---   Wir erleben schon seit längerer Zeit eine Kirche, die durch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen zunehmend ins Abseits gerät, aber die auch – und das ist für uns schwerwiegender - durch vielfaches, eigenes Verschulden an Glaubwürdigkeit verliert. Die Folgen sind dramatisch: Eine steigende Zahl von Gläubigen, die aus der Kirche austreten, eine innere Zerstrittenheit unter Bischöfen, Priestern und Gläubigen, eine zurückgehende Zahl von jungen Menschen, die bereit sind, sich in den Dienst der Kirche zu stellen – in allen Beruf(ung)srichtungen! -, schwindende Ressourcen in vielen Bereichen. All das löst in uns eine große Betroffenheit und Ratlosigkeit aus, weil wir als Generalvikare sehen, welche gravierenden und für unsere Diözesen bedrohlichen Auswirkungen diese Entwicklungen in den kommenden Jahren noch mit sich bringen können. --- Gott hat uns in eine Zeit gestellt, in der wir als Kirche - oftmals zurecht – angefragt werden. Die Krise der katholischen Kirche unseres Landes und unserer Zeit, die vielfachen kritischen Anfragen an sie durch unsere Mitmenschen und durch die Medien sind für uns ein "Zeichen der Zeit", eine Herausforderung, vor die Gott selbst uns stellt. Im "Weiter so"- Modus werden wir unserem Auftrag nicht mehr gerecht werden können. Nach tiefgehenden und ehrlichen Gesprächen sind wir überzeugt, dass uns Gottes Wille zu deutlichen Schritten der Veränderung ermutigt. 

Wir haben in unserem Miteinander die grundlegende Erfahrung gemacht, dass es möglich ist, im Vertrauen auf den Hl. Geist, die Wirklichkeit von Kirche und Gesellschaft vorbehaltlos anzuschauen und über notwendige Schritte angstfrei nachzudenken. Unsere Erfahrung ermutigt uns in dem Vertrauen, dass Gottes Geist größer und weiter ist als das je eigene Denken und die je eigene Perspektive. Darum appellieren wir an alle Mitwirkenden und Beteiligten des Synodalen Weges, aber auch an alle Gläubigen in unserer Kirche, das Wirken dieses Geistes nicht voreilig einzugrenzen. Ganz besonders werben wir dafür, einander zu vertrauen und jeder und jedem eine lautere Motivation und einen ehrlichen Glauben zu unterstellen. Wir bitten darum, auf gegenseitige Unterstellungen oder gar den Vorwurf mangelnder "Rechtgläubigkeit" zu verzichten. Wir hoffen auf einen aufrichtigen und offenen Dialog, der von gegenseitigem Vertrauen und Respekt sowie der Bereitschaft zu einem gegenseitigen Verstehen geprägt ist. Die Haltung, voneinander und miteinander zu lernen, weil Gottes Geist sich im je anderen zeigt, kann eine große Hilfe sein, um zu angemessenen Schritten der Erneuerung zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass uns Christen eine große Hoffnung trägt, die uns mutig in die Zukunft gehen lässt. Weil uns die bleibende Gegenwart Christi zugesagt ist, dürfen wir uns darauf verlassen, dass sein Geist dabei hilft, das heute angemessene Verhältnis von Überlieferung/Tradition und Vorangehen/Innovation zu bestimmen. In einer Welt, die immer mehr zusammenwächst und gleichzeitig von wachsender Vielfalt und Freiheit bestimmt ist, wünschen wir uns eine Kirche, in der Pluralität und Unterschiedlichkeit gewünscht und erlaubt sind. Als Generalvikare sehen wir in unseren Bistümern sehr deutlich, dass nur eine offene und Vielfalt zulassende Kirche eine Chance hat, in unserer Gesellschaft wirksam präsent bleiben zu können. Darum hoffen wir am Ende des Synodalen Weges auf verbindliche Entscheidungen, die von allen mitgetragen werden und neue Spielräume für unsere Kirche eröffnen. Wir sehen klar, dass die Themen des Dialogs, insbesondere auch die Fragen um den Umgang mit Macht, von zentraler Bedeutung auch für uns persönlich sind. Als Priester und Generalvikare ist uns bewusst, dass auch wir Macht ausüben und uns selbst mit unserer Aufgabe, unsere Rolle und unser Handeln zu hinterfragen haben. Wir werden den weiteren Verlauf mit Interesse und Engagement verfolgen. Wir sichern allen Beteiligten des Synodalen Weges unsere Unterstützung mit Rat und Tat, in Gedanken und Gebeten zu.“

Synodal unterwegs – das ist nichts Neues. Die biblische Urkunde unseres Glaubens spricht davon. In der Apostelgeschichte (Apg 11, 19-26) hören wir, wie das Evangelium laufen lernt – das heißt Menschen machen sich mit dieser Botschaft auf den Weg und bringen andere damit in Berührung. Wenn es heißt, ‚in Antiochia bekamen die Anhänger und Sympathisantinnen Jesu zum ersten Mal den Namen „christianoi / Christen“‘, dann ist die Frage, wie sie vorher von ihrer Umgebung genannt wurden – nämlich: „Leute vom Weg, Anhänger*innen eines neuen Weges“ - im griech. h’odós – der Weg, syn- = gemeinsam (wie z. B. Syn-fonie, Sym-pathie), auf Augenhöhe. 

Welcher Weg ist zu beschreiten, mit welcher Satzung ziehen wir los; darüber gabs und gibt’s ja Auseinandersetzungen in der Bischofskonferenz selbst und auch mit den Stellen in den römischen Kongregationen… – Ich meine: die Satzung ist grundsätzlich die ‚torá‘, die Weisung Gottes; es ist die befreiende Zusage Jesu, des Messias: „Ihr kennt doch den Weg, Thomas!  Her, wie sollen wir den Weg kennen? Jesus erwiderte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (JohEv 14). --- Versammlungen und Beratungsprozesse, kirchlich gesprochen: Synoden und Konzilien darüber, was das in diesem konkreten Anliegen, in jener Herausforderung der Zeit bedeutet und für Konsequenzen hat, kennt das Volk Gottes seit seinen ersten Anfängen – auf dem Apostelkonzil 48 n. Chr. stand alles auf dem Spiel: bleibt die Gemeinde Jesu eine innerjüdische Gruppe oder öffnet sie sich ungeahnt der Völkerwelt, allen Gottsuchenden (wir hören es deutlich heraus aus dem Apg-Lesungstext) – wir kennen das „Ergebnis“; der Jesus-Schüler Paulus bringt es auf den Punkt: „Jetzt gilt nicht mehr Jude oder griechisch sprechender Heide, nicht mehr Mann oder Frau:  ihr alle seid eins in Christus Jesus.“ --- Unser Namenspatron, der hl. Bischof Nikolaus, einer der meistverehrten Freunde Gottes, wurde nicht ‚amtlich vorgesetzt‘, sondern ist durch Zuruf und Wahl von der Kirchengemeinde in Myra einvernehmlich zu diesem Leitungsdienst bestellt worden – heute unvorstellbar (warum eigentlich? – ist nicht eine Partizipation des Volkes Gottes auf diese und jene Weise möglich…). Er war Teilnehmer des Konzils von Nizäa im Jahr 325. --- In meiner Studienzeit Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre gehörten die Beschlüsse des 2. Vatikan. Konzils (von 1962 bis 65 in Rom) und die Dokumente der Gemeinsamen Synode der Bistümer Deutschlands von 1972 -75 in Würzburg zu den Grundlagen, den ‚Satzungen‘, die ich mit Leidenschaft gelesen, durchstudiert und aufgenommen habe. Das hat mir auf meinem Weg Schwung gegeben. Der Elan des Geistes trägt und bewegt mich bis heute – eine Gnade, so empfinde ich es - Gott-sei-Dank! Jedoch: das Zaudern und Zögern der Bedenkenträger auf höherem Posten belastet mich zunehmend. Vor kurzem hat mich Pfr. Schlecht, jetzt Ruhestandsgeistlicher in Schwabach, angerufen; ich hatte ihm für seine Aushilfe neulich bei uns ein kleines Dankeschön gegeben, ein Buch von Prof. Daniel Bogner, gebürtig aus Neumarkt, ich kenne seine Eltern Madeleine und Konrad als tiefgläubige und engagierte Leute; es trägt den Titel: „Ihr macht uns die Kirche kaputt – aber wir lassen es nicht zu!“ Dieser Satz war der Aufschrei einer Frau, den Daniel mitbekam in einer Podiumsdiskussion mit einem Bischof, auf der alle kritischen Einwände gleich wieder beschwichtigt und alle Vorschläge eines Wandels niedergebügelt wurden: Es war schon immer so; das gilt so seit unvordenklichen Zeiten. - Der Schlecht Schorsch sagte mir: „Mike, damals nach dem Abi Anfang der 60er hatte ich vor, Maschinenbau zu studieren, Ingenieur zu werden – aber der Aufbruch durch das Konzil, der frische Wind, der durch die Reihen der Kirche ging, hat mich und manch andere ermutigt, alles ‚auf die Karte des Evangeliums zu setzen‘. Dieses Wehen des Geistes: ich wünschte es mir für heute!“ – Er spricht mir aus der Seele. - Möge der große Theologe  Johann Baptist Metz selig, der damals die Würzburger Synode entscheidend inspirierte und der jetzt zu Adventsbeginn (‚zufällig‘ beim Auftakt zum Synodalen Weg) ins Ewige heimgegangen ist, uns ein machtvoller Fürsprecher sein, synodal in Weggefährtenschaft aufzubrechen auf der Route, auf der uns Gottes Geist führen will. (mk)

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Begleitgebet zum „Synodalen Weg“ (im Pfarrverband „brücken-schlag“ ‚Gebet des Monats Dezember 2019‘):

Gott und Vater aller, Du bist denen nahe, die Dich suchen.
Zu Dir kommen wir mit den Fragen unserer Tage,
mit unserem Versagen und unserer Schuld,
mit unserer Sehnsucht und unserer Hoffnung.

Wir danken Dir für Jesus Christus, unseren Bruder, unseren Freund und Heiland
Er ist mitten unter uns, wo immer wir uns in seinem Namen versammeln.
Er geht mit uns auf unseren Wegen.
Er zeigt sich uns in den Armen, den Unterdrückten, den Opfern von Gewalt,
den Verfolgten und an den Rand Gedrängten.

Wir bitten Dich: Sende uns Deine Lebenskraft, den Heiligen Geist, der Neues wirkt.
Er stehe unserer Kirche in Deutschland bei und lasse sie die Zeichen der Zeit erkennen.
Er öffne unser Herz, damit wir auf Dein Wort hören und es gläubig annehmen.
Er treibe uns an, miteinander die Wahrheit zu suchen.

Er stärke unsere Treue zur Dir und erhalte uns in der Einheit mit unserem Papst
und der ganzen Kirche. Er helfe uns, dass wir Deine Gerechtigkeit und Deine Barmherzigkeit
erfahrbar machen. Er gebe uns die Kraft und den Mut, aufzubrechen und Deinen Willen zu tun.

Denn Du allein bist das Licht, das unsere Finsternis erhellt. Du bist das Leben, das Gewalt, Leid und Tod besiegt. Dich loben wir, jetzt und in Ewigkeit. Amen.